Welttag der Suizidprävention - Psychologie
Aktuelles
Welttag der Suizidprävention
Auch die Seele braucht manchmal Erste Hilfe.
Anlässlich des Welttages der Ersten Hilfe denken viele von uns zuerst an lebensrettende Maßnahmen wie die stabile Seitenlage oder die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Gut so!
Doch Erste Hilfe bedeutet auch, Menschen in akuten seelischen Belastungssituationen beizustehen. Genau auf diese Psychologische Erste Hilfe möchten wir die Aufmerksamkeit lenken.
Besonders Laien können wertvolle Unterstützung leisten – weil sie oft schneller vor Ort sind als professionelle Helfende.
Was können Laien tun?
• Präsenz zeigen:
Allein die verlässliche Anwesenheit vermittelt Sicherheit.
• Ruhe bewahren und Orientierung geben:
Klare, einfache Worte helfen, Halt zu finden.
• Zuhören ohne zu drängen:
Wer reden möchte, sollte Raum dafür bekommen – ohne Bewertungen oder vorschnelle Ratschläge.
• Praktisch unterstützen:
Einen ruhigen Ort anbieten oder beim Organisieren von Kontakten helfen – kleine Schritte mit großer Wirkung.
• Professionelle Hilfe ermöglichen:
Bei schwerwiegenden Belastungen (z. B. Suizidgedanken, extreme Verzweiflung, starke Desorientierung) sofort professionelle Unterstützung hinzuziehen und Notrufnummern oder Krisendienste kontaktieren.
Der Heerespsychologische Dienst (HPD) beim Österreichischen Bundesheer stärkt diese Kompetenz aktiv: Mehr als 300 ausgebildete psychosoziale Ersthelfende – unsere Peers – stehen allen Bediensteten bundesweit zur Verfügung, bis die NotfallpsychologInnen des HPD übernehmen.
Psychologische Erste Hilfe ist keine Therapie. Sie ist menschliche Zuwendung in einer Ausnahmesituation – und jede/r von uns kann dazu beitragen, Belastungen abzufedern und die psychische Widerstandskraft zu fördern.
Hier ist der Link zur Soforthilfe: Soforthilfe und Krisenintervention
