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80. Militärpsychologen-Tagung

80. Militärpsychologen-Tagung: "Sicherheit beginnt im Kopf"

Was kommt auf Militärpsychologinnen und Militärpsychologen im Einsatzfall zu? Welche Leistungen müssen sie erbringen, wo werden sie gebraucht? Und auf welche psychischen Belastungen der Soldatinnen und Soldaten müssen sie vorbereitet sein?

Diese Fragen standen im Zentrum der 80. Militärpsychologentagung im Verteidigungsministerium in Wien. Der inhaltliche Schwerpunkt lag klar auf der Einsatzpsychologie und ihrem Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit des Bundesheeres.

Die zweitägige Tagung wurde am Freitag von Bundesministerin Klaudia TANNER eröffnet – im Beisein von Führungsspitzen des Ressorts – und bot eine Plattform für nationalen und internationalen Austausch.

Inhaltlich spannte sich der Bogen von strategischen Fragestellungen bis hin zu eindrücklichen Praxiserfahrungen:

• Herbert SAURUGG verdeutlichte die Auswirkungen eines Blackouts auf Menschen und Organisationen.

• Oberst i.G. Markus REISNER und Max POLLAK (3XM – Green Cross MedEvac) gaben anhand eindringlicher Einblicke und realer Aufnahmen einen ungeschönten Blick auf die Situation an der ukrainischen Front.

• Ministerialrätin Susanne BRUNS, Leiterin des Psychologischen Dienstes der deutschen Bundeswehr, stellte die psychologische „Rettungskette“ im Bündnis- und Verteidigungsfall vor.

Ein zentrales Element war die Podiumsdiskussion „Sicherheit beginnt im Kopf“. Brigadier Christian LANGER diskutierte dabei mit Generalleutnant Martin DORFER, Sektionschefin Katharina REICH, Oberst d.G. Markus REISNER und Susanne BRUNS.

Wesentliche Ergebnisse:

Die konsequente Ausrichtung psychosozialer Versorgungsstrukturen auf den Verteidigungsfall, die Stärkung der Resilienz von Organisationen sowie die enge, organisationsübergreifende Zusammenarbeit sind entscheidend.

Am Samstag wurden die Inhalte vertieft und in die militärpsychologische Praxis übersetzt. Ergänzend wurden konkrete truppenpsychologische Herausforderungen im drohnendominierten Gefechtsfeld durch einen Psychologen des Jagdkommandos aufgearbeitet.

Militärpsychologie ist ein zentraler Faktor für Einsatzfähigkeit – und beginnt lange vor dem Einsatzfall.